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Füreinan­der beten in Zeit­en der Coro­n­akrise Jesus, du Hei­land der Men­schen, ich empfehle deinem Schutz die Men­schen dieser Erde: die vom Coro­n­avierus infiziert sind, die sich in Quar­an­täne befind­en, die sich ängsti­gen und unsich­er sind, die krank sind und beson­deren Schutz brauchen, die verzweifelt und ein­sam sind, die um Ange­hörige trauern. Jesus, du Hei­land der Men­schen, ich bitte dich für alle, die sich im Gesund­heitswe­sen mit großem Ein­satz um Kranke küm­mern, für die Poli­tik­er und Poli­tik­erin­nen in Deutsch­land und weltweit, die weitre­ichende Entschei­dun­gen tre­f­fen müssen, für die Wis­senschaft­lerin­nen und Forsch­er, die sich inten­siv um medi­zinis­che Hil­fe bemühen, für alle, die vor dem beru­flichen und wirtschaftlichen Aus ste­hen, für alle, die unzuläs­sig und ein­fall­sre­ich helfen, für uns — um das Ver­trauen, dass du dich um jeden und jede von uns sorgst und nie­man­den ver­lässt. Amen.

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Ostergrüße vom Thika-Team

Ein geseg­netes und fro­hes Oster­fest 2024 Das ehre­namtliche Team, der Thi­ka-Kenia-Hil­fe und des dazu gehören­den Domini­cus-Paten­schaften e.V. , wün­scht Ihnen allen mit Fam­i­lie ein geseg­netes und fro­hes Ostern 2024. Wir bedanken uns bei allen Grup­pierun­gen der Pfar­rei,…

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Pastorale Leitlinien

Ergeb­nis der Sitzung “Arbeits­ge­mein­schaft Seel­sorge­pla­nung” vom 18.3.2003
Leitlin­ien für die Pas­toral in Nürn­berg
Die Kirche teilt die Sor­gen und Freuden der Men­schen.
Durch ihr Han­deln und in ihren Gottes­di­en­sten wird Gott erfahrbar.
Die Katholis­che Kirche in Nürn­berg will ein­er rasch voran­schre­i­t­en­den Säku­lar­isierung aller Lebens­bere­iche und ein­er wach­senden Entwurzelung begeg­nen. Sie bemüht sich, auf Anliegen und Fra­gen der Men­schen einzuge­hen und Lebensper­spek­tiv­en aus dem Glauben zu eröff­nen. Die Kirche sieht sich dabei in der Nach­folge Jesu, der zu den Men­schen hinge­gan­gen ist, sie aufgerichtet, getröstet, geheilt, mit ihnen gegessen, getrunk­en, gefeiert und ihnen das Reich Gottes verkün­det hat. Im Geist Jesu und seines Evan­geli­ums set­zt sie sich ein für Gerechtigkeit und Frieden, die Bewahrung der Schöp­fung und den Schutz des Lebens. Dabei stellt sich die Kirche notwendi­gen Kon­flik­ten, nimmt die Sit­u­a­tio­nen ver­let­zter men­schlich­er Würde wahr und benen­nt offen Missstände in ein­er sich immer mehr spal­tenden Gesellschaft.

I. Grund­sätze für das pas­torale Han­deln

1. Ver­ant­wor­tung aller für die Seel­sorge
Alle Getauften und Gefirmten tra­gen Ver­ant­wor­tung für die Verkündi­gung (mar­tyr­ia), den Dienst am Men­schen (diako­nia), die Feier der Gottes­di­en­ste (litur­gia) und die Pflege der Gemein­schaft (koinon­ia). Für die Lebendigkeit der Kirche in Nürn­berg ist die Ent­deck­ung und Förderung von Charis­men und die Stärkung ehre­namtlichen Engage­ments wesentlich, die nur in einem Kli­ma der Aufmerk­samkeit und Wertschätzung gedei­hen kön­nen.
2. Koop­er­a­tion und Offen­heit
Seel­sorge kann nur effek­tiv und sin­nvoll sein, wenn sie in Koop­er­a­tion geschieht: zwis­chen Gemein­de­seel­sorge (“ter­ri­to­ri­ale Seel­sorge”) und der Seel­sorge in bes­timmten Lebens­bere­ichen (“kat­e­go­ri­ale Seel­sorge Eben­so müssen Priester und Laien, Haup­tamtliche und Ehre­namtliche, Ver­bände und Pfar­reien wie auch die Gemein­den und die Bis­tum­sleitun­gen koop­er­a­tiv zusam­me­nar­beit­en. Die Seel­sorge muss zugle­ich offen sein: Für öku­menis­che Zusam­me­nar­beit und für die gesellschaftlichen Grup­pen und Ini­tia­tiv­en in unser­er Stadt.
3. Gle­ich­w­er­tigkeit von gemeindlich­er und kat­e­go­ri­aler Seel­sorge
Die Kirche in Nürn­berg kann nur dann “Zeichen und Werkzeug des Heils in der Weit sein” (vgl. LG 1), wenn sie Men­schen zu ihrer eige­nen Gott?Suche ermutigt und selb­st eine Suchende bleibt. Dies geschieht sowohl in gemeindlich­er, als auch in kat­e­go­ri­aler Seel­sorge.
4. Ein­heit in der Vielfalt
Die Katholis­che Kirche in Nürn­berg ist “katholisch”, das bedeutet, sie ste­ht im lebendi­gen Aus­tausch mit der Kirche in der einen Welt, sowie im Miteinan­der von Men­schen aus 160 Natio­nen in unser­er Stadt. In der Vielfalt der Gemein­den, der Glaubens­for­men und der kat­e­go­ri­alen Seel­sorge lebt die Kirche in Nürn­berg. Ordenge­mein­schaften und Säku­lar­in­sti­tute brin­gen ihr jew­eiliges Charis­ma in die Seel­sorge der Stadt ein.
5. Zeit­gemäße Verkündi­gung und aktives Wirken
Haup­tauf­gabe der katholis­chen Kirche in Nürn­berg ist die Verkündi­gung des Evan­geli­ums und der Dienst am Näch­sten. Sie bezieht Stel­lung zu aktuellen Fra­gen, um die christliche Botschaft in allen Bere­ichen der Gesellschaft zeit­gemäß zu verkün­den. Im kar­i­ta­tiv­en Wirken wird die Wahrheit des Evan­geli­ums lebendi­ge Wirk­lichkeit (vgl. Joh 3,21).
6. Offene Türen und geschützte Räume
Die katholis­che Kirche in Nürn­berg öffnet ihre “Fen­ster und Tore” und schafft zugle­ich geschützte und spir­ituelle Räume. Sie nimmt Teil am Leben der Men­schen, auch der suchen­den und kirchenkri­tis­chen. Sie bietet Orte der Begeg­nung mit Gott und den Men­schen an.

II. Kon­se­quen­zen für das pas­torale Han­deln

1. Gemein­den:
1.1. Die Gemein­den, d.h. die Pfar­rge­mein­den, die aus­ländis­chen Mis­sio­nen und die Per­son­al­ge­mein­den (wie z.B. die Stu­den­tenge­meinde) sind, Orte, an denen Glaube beispiel­haft (vor)gelebt wird. In den Grup­pen, Kreisen und unter­schiedlichen Gottes­di­en­sten wird Gemein­schaft erfahren. Die Gemein­den wer­den dadurch ansprechend und ein­ladend für die “Vie­len”. In der Gemeinde wird durch Offen­heit und Aufgeschlossen­heit Begeg­nung für alle möglich. Zwis­chen denen, die schon einen Platz in ihrer Gemeinde haben und denen, die noch auf der Suche sind, soll ein reger Aus­tausch herrschen. Gemeinde ist für alle da ? im lebendi­gen Miteinan­der und in christlich­er Näch­sten­liebe.
1.2. Die Begleitung, Förderung und Weit­er­bil­dung von Ehre­namtlichen, sowohl in der einzel­nen Pfar­rei als auch in Seel­sorgeein­heit­en, wird gezielt aus­ge­baut, Die Sorge dafür gehört zum Auf­gabenge­bi­et eines jeden Haup­tamtlichen.
1.3. In Seel­sorgeein­heit­en wer­den durch zwis­chen? und überp­far­rliche Zusam­me­nar­beit dort per­son­elle, finanzielle und zeitliche Kapaz­itäten einges­part, wo es möglich ist (z.B. durch gemein­same Förderung und Aus­bil­dung bes­timmter ehre­namtlich­er Dien­ste, gemein­same Pub­lika­tio­nen [lnfoblät­ter, Pfar­rbriefe etc.], überp­far­rliche Pro­jek­te im Stadt­teil [z.B. Präsenz der Kirche an bes­timmten Bren­npunk­ten u.s.w. ] Zusam­men­le­gung von Ver­wal­tung­sein­heit­en, …). Haupt­beru­fliche Geschäfts­führer ver­wal­ten Finanzen, Gebäude, Per­son­al und angeschlossene Insti­tu­tio­nen (z.B. Kindergärten) für mehrere benach­barte Gemein­den.
Ziel dieser Zusam­me­nar­beit ist es, neue Ressourcen für die seel­sor­gliche Arbeit inner­halb der jew­eili­gen Gemeinde zu erschließen. Damit bleiben die seel­sor­glichen Auf­gaben (z.B. Sakra­mentenkat­e­ch­ese, Gottes­di­en­ste, Begleitung von Kreisen, etc.) im Beziehungs­feld der jew­eili­gen Gemeinde und die Haup­tamtliche Seel­sorg­er­lin­nen kön­nen ihren (eigentlichen) Auf­gaben bess­er gerecht wer­den (siehe 111.2).
Seel­sorgeein­heit­en arbeit­en dort in seel­sor­glichen Auf­gaben und Pro­jek­ten zusam­men, wo es z.B. durch die örtliche Nähe oder die Anzahl von Betrof­fe­nen ange­bracht und dem Ziel der Arbeit dien­lich ist (z.B. Vor­bere­itung und Begleitung erwach­sen­er Tauf­be­wer­ber, Kinder­bibel­wochen, etc. …)
1.4. Die Pfar­rge­mein­deräte befassen sich in erster Lin­ie mit pas­toralen Fra­gen. Sie disku­tieren und beschließen im Rah­men der beste­hen­den Satzun­gen den pas­toralen Schw­er­punkt der Gemeinde/Pfarrei. Dies geschieht, wo immer es möglich ist, in Absprache mit den Nach­barge­mein­den ? auch den evan­ge­lis­chen und anderen christlichen Kon­fes­sio­nen unser­er Stadt. Die pas­torale Arbeit der Haup­tamtlichen wird im PGR auf Grund dieses Schw­er­punk­tes berat­en; der PGR soll dadurch mitüber­legen, wie der Dienst der Seel­sorg­er­lin­nen gestal­tet wird und was von Ehre­namtlichen über­nom­men wird. Damit wird die Arbeit der Seel­sorg­er trans­par­ent.
1.5. Die Haup­tamtlichen bieten v.a. Orte und Gele­gen­heit­en für spir­ituelles Leben, Sinnsuche und geistliche Begleitung an (z.B. Gebets?, Bibelkreise, Besin­nungstage, oder ?woch­enen­den, Exerz­i­tien im All­t­ag und ähn­liche For­men), in denen das Leben und der Glaube aller Beteiligten zur Sprache kommt und die zur Quelle diakonis­chen und gemeindlichen Han­delns wer­den.

2. Kat­e­go­ri­ale Pas­toral

2.1 Die gesellschaftlichen Verän­derun­gen haben zur Folge, dass sich das Leben viel­er Men­schen nicht mehr nur in unmit­tel­bar­er Umge­bung des Wohnortes abspielt, dem klas­sis­chen Bere­ich der Orts­ge­meinde. Auf die fortschre­i­t­ende Dif­feren­zierung und Mobil­ität der Gesellschaft reagiert die Kirche in den let­zten Jahren und Jahrzehn­ten mit einem Aus­bau der kat­e­go­ri­alen Pas­toral.
2.2 Auf­grund dieser Entwick­lung ist die Kirche von Nürn­berg pas­toral tätig in den Bere­ichen Beruf, Freizeit, Erziehung und Bil­dung, vor allem aber bei Notlei­den­den, Benachteiligten und Rand­grup­pen. Ger­ade durch ihren Dienst an Men­schen in Gren­zund Krisen­si­t­u­a­tio­nen erfüllt sie ihren Auf­trag. Sie sieht sich dem entsprechend als Anwältin der Benachteiligten und Notlei­den­den und bringt das auch in ihren poli­tis­chen Stel­lung­nah­men zum Aus­druck. In der kat­e­go­ri­alen Pas­toral reagiert sie zudem sen­si­bel auf neuere Entwick­lun­gen (z. B. durch Touris­musseel­sorge und die City­Pas­toral), auf verän­derte Lebens­ge­wohn­heit­en und neue soziale Bren­npunk­te. Sie fördert die Koop­er­a­tion und Ver­net­zung der kat­e­go­ri­alen Pas­toral mit den Orts­ge­mein­den
2.3. Die Kirche von Nürn­berg ist präsent in den bekan­nten Feldern
kat­e­go­ri­aler Pas­toral, z. B.
· für die Kranken in den Kliniken in unser­er Stadt: durch die Kranken­hausseel­sorge
· für die Behin­derten: durch die Behin­derten­pas­toral
· für die Gefan­genen: durch die Seel­sorge in den Jus­tizvol­lzugsanstal­ten
· für die Aussiedler: durch die Aussiedler­pas­toral
· für die Men­schen in den Betrieben: durch die Betrieb­sseel­sorge
· für Schüler und Stu­den­ten: durch die Schul? und Hochschul­pas­toral
· für die Kinder und Jugendlichen: durch die Jugend­pas­toral
· für die Men­schen im Geschäfts? und Freizeit­bere­ich der Innen­stadt: durch die City­pas­toral
· für die Touris­ten: durch die Touris­ten­pas­toral
· für die Men­schen in den unter­schiedlich­sten Not­si­t­u­a­tio­nen: durch den Car­i­tasver­band mit seinen umfan­gre­ichen Betreu­ungs? und Beratungsange­boten, seinen Fachver­bän­den (z.B. In via und den SKF) und den Sozial­sta­tio­nen
· darüber hin­aus durch Reli­gion­sun­ter­richt und Erwach­se­nen­bil­dung
2.4. In diesen Feldern unter­hält oder unter­stützt sie eine Vielzahl von ? z.T. mod­ell­haften Ein­rich­tun­gen z.B.
· die Straße­nam­bu­lanz St. Franziskus, das Haus Domus mis­eri­cor­diae, das Haus Hagar, das Haus Xenia
· das öku­menis­che Arbeit­slosen­zen­trum ÖAZ, die Beratungsstelle Don­um vitae
· das Marien­heim, das Haus St. Elis­a­beth, das Kolp­ing­haus
· das Caritas?Pirckheimer?Haus (Diöze­san? und Jugen­dakademie) und das Katholis­che Stadt­bil­dungswerk Nürn­berg.
· die Fam­i­lien­bil­dungsstätte “Zoff und Har­monie”
· das Fen­ster zur Stadt und das Fen­ster zur Welt
2.5. Die pas­torale Arbeit geschieht an diesen Orten mit je eige­nen Schw­er­punk­ten und Ver­ant­wortlichkeit­en in Diakonie, Liturgie, Verkündi­gung und gemein­schaftlichem Leben.

3. Die Katholis­che Stadtkirche

Die Großs­tadt Nürn­berg stellt für ihre Bewohn­er einen ver­hält­nis­mäßig geschlosse­nen Leben­sraum dar. Deshalb haben die bei­den Diöze­sen Bam­berg und Eich­stätt 1976 die “Katholis­che Stadtkirche Nürn­berg” gegrün­det. Laut Statut plant, ini­ti­iert und koor­diniert sie die Seel­sorge in Nürn­berg diöze­san? und gemein­deüber­greifend. Sie ver­sucht die gesellschaftlichen Gegeben­heit­en ein­er Großs­tadt zu ver­ste­hen, um in The­o­rie und Prax­is eine Antwort zu geben, die auch in Zukun­ft christlichen Glauben lebendig sein lässt.
Ihre Auf­gabe ist es also, gesellschaftliche Verän­derun­gen und Her­aus­forderun­gen wahrzunehmen, pas­torale Antworten anzure­gen und die vie­len Ini­tia­tiv­en in den Gemein­den und in der kat­e­go­ri­alen Seel­sorge zu ver­net­zen und zu koor­dinieren.
Das heißt auch neue Auf­gaben der Seel­sorge wahrzunehmen (z. B. City­pas­torat), überkommene For­men der Pas­toral aufzugeben und wo nötig, neue (Sub?)Strukturen zu fördern. Bei alle dem muss allerd­ings der konkrete Men­sch und der Auf­trag des Evan­geli­ums die Richtschnur sein. Die Stadtkirche ist außer­dem ? vor allem in der Per­son des Stadt­dekans und der Vor­sitzen­den des Katho­liken­rates ? Ansprech­part­ner für die ver­schiede­nen gesellschaftlichen Grup­pierun­gen und Insti­tu­tio­nen sowie die anderen christlichen Kirchen in der Stadt. Sie soll zu beson­deren Entwick­lun­gen und Ereignis­sen (auch kri­tisch) in der Öffentlichkeit Stel­lung nehmen und die Stimme der Kirche zur Gel­tung brin­gen.
Ver­ant­wortliche Per­so­n­en bzw. aus­führende Organe in diesen Auf­gaben sind:
· der von Priestern und Laien gewählte und von den Bis­chöfen bestellte Stadt­dekan
· der von bei­den Diöze­sen bestellte Geschäfts­führer
· der von bei­den Dekanat­sräten zusam­menge­führte Katho­liken­rat
· die gemein­same Pas­toralkon­ferenz, beste­hend aus allen Priestern, Diako­nen und haup­tamtlichen Mitar­beit­er­lin­nen in der Pas­toral
· die “Kom­mis­sion Stadtkirche”, die die Rück­bindung an die Diöze­sen gewährleis­tet
Für alle Organe und Amtsper­so­n­en der Stadtkirche müssen Instru­mente heutiger Seel­sorge­pla­nung wie the­ol­o­gis­che und spir­ituelle Ver­tiefung, Reflex­ion, Trans­parenz und Ver­net­zung, Qual­itätssicherung und Con­trol­ling eine Selb­stver­ständlichkeit sein.
Eine “Pas­torale Pla­nungs­gruppe” wird in Zukun­ft die Arbeit der ver­schiede­nen Organe und ver­ant­wortlichen Per­so­n­en in der Stadtkirche anre­gen, unter­stützen und ver­net­zen.
Ein beson­deres Augen­merk soll die Pla­nungs­gruppe auf die spir­ituelle Ver­tiefung und die Fort? und Weit­er­bil­dung der Haupt? und Ehre­namtlichen leg­en. Fern­er soll Sie die Funk­tion eines Con­trol­lings (vgl. 111) für die ver­schiede­nen Pla­nun­gen und Aktio­nen ausüben.
In dieser Pla­nungs­gruppe sind der Stadt­dekan, die bei­den Dekane, der Vor­stand des Katho­liken­rates, der Geschäfts­führer der Stadtkirche und die ver­schiede­nen pas­toralen Beruf­s­grup­pen vertreten. Bei Bedarf wer­den Fach­leute hinzuge­zo­gen

4. Per­son­al

4.1. Ehre­namtliche
Eine lebendi­ge Kirche in der Stadt Nürn­berg braucht die Charis­men und das Engage­ment der Vie­len, die durch ihr Leben und Han­deln den Glauben in das Leben unser­er Stadt ein­brin­gen und ihn als einen tra­gen­den Grund den Men­schen anbi­eten. Im Aus­tausch untere­inan­der und mit der Gesellschaft in der Stadt wächst Kirche. Neben diesem all­ge­meinen Engage­ment ist es aber auch notwendig, dass Einzelne Dien­ste, Auf­gaben und Mitver­ant­wor­tung übernehmen. Diese Mitver­ant­wor­tung der Ehre­namtlichen wird in unter­schiedlichen For­men wirk­sam: vom Berat­en, Mit­denken und Mitar­beit­en bis zur Entschei­dung und Eigenini­tia­tive. Ehre­namtliche kön­nen prinzip­iell (vgl. 111) alle Dien­ste mit Aus­nahme der Feier der Sakra­mente, übernehmen. Diese Dien­ste umfassen ein weites Auf­gaben­feld, das unter anderem von Leitungsauf­gaben in der Gemeinde bis zum Begleit­en eines Fam­i­lienkreis­es, von der Organ­i­sa­tion eines Putz­di­en­stes bis zur finanziellen Ver­ant­wor­tung für die Gelder der Gemeinde reichen kann.
Ehre­namtliche Dien­ste wer­den über­tra­gen durch Wahl (z.B. in ein Gremi­um der Mitver­ant­wor­tung, Pfar­rge­mein­der­at, Kirchen­ver­wal­tung, etc.) oder durch Beauf­tra­gung. Aber auch wer auf Grund sein­er Nei­gun­gen, Inter­essen und Fähigkeit­en, also seines Charis­mas, einen Dienst oder eine Auf­gabe übern­immt, gehört zum Kreis der Ehre­namtlichen. Diese Dien­ste, die auf Eigenini­tia­tive beruhen, sind hoch zu schätzen und zu fördern, drückt sich doch in ihnen die gemein­same Ver­ant­wor­tung aller aus.
Ehre­namtliche wer­den an ihre Auf­gaben und Ver­ant­wor­tung herange­führt (vgl. 111.2. ent­deck­en und fördern von Fähigkeit­en durch Haup­tamtliche). Alle dafür beste­hen­den Fort­bil­dungsmöglichkeit­en müssen regelmäßig allen Ehre­namtlichen zugänglich gemacht wer­den. Die durch die Teil­nahme entste­hen­den Kosten wer­den über­nom­men.
Ehre­namtliche und Haup­tamtliche sind in ihrem Dienst aufeinan­der angewiesen. Gemein­sam gestal­ten sie Kirche. Das Bewusst­sein für den gemein­samen Dienst lässt die Zusam­me­nar­beit gelin­gen und lenkt den Blick auf die gegen­seit­ige Wertschätzung.
4.2. Haup­tamtliche Seel­sorg­er­lin­nen
4.2.1. Wer zählt zu den haup­tamtlichen Seel­sorg­er­lin­nen?
Haup­tamtliche Seelsorger/Innen sind alle, die in den unter­schiedlich­sten Feldern der Pas­toral dieser Stadt tätig sind: Die Priester und Diakone und die Pas­toral? und Gemeindereferent/innen.
Pas­torale Auf­gaben wer­den aber auch von anderen kirch­lichen Mitarbeiter/innen über­nom­men, z.B. von Religionsiehrer/innen, Erziehem­nen, Sozialpädagogen/innen,
4.2.2. Haup­tauf­gaben der Haup­tamtlichen
4.2.2.1. Alle haup­tamtlichen Seel­sorg­er­lin­nen in der Kirche von Nürn­berg begleit­en Men­schen geistlich. Sie sind dabei nicht in der Rolle der Mach­er und Man­ag­er, son­dern vielmehr der Ent­deck­er und Förder­er. Das heißt, sie
… teilen die Trauer und Äng­ste der Men­schen, beson­ders die der Armen und Bedrängten (vgl. Gaudi­um et spes 1)
… machen sich mit den “Sinn-Suchen­den Men­schen” auf die Gott?Suche; begleit­en in Grenz- und Krisen­si­t­u­a­tio­nen und brin­gen dabei ihre eigene Kom­pe­tenz, — auch die in den Fra­gen des Glaubens — mit ein, ohne fer­tige Antworten zu präsen­tieren.
… stärken ihre eigene Glauben­skom­pe­tenz durch geistlich­es Leben und wer­den so zu Men­schen, die anderen Ori­en­tierung und Halt geben kön­nen (Ange­bot der Teil­nahme am eige­nen geistlichen Leben)
… brin­gen unter­schiedliche Men­schen miteinan­der in Beziehung und ent­deck­en und fördern deren je eigene Fähigkeit­en (Charis­men)
… ini­ti­ieren Kreise, die ihr Leben am Evan­geli­um messen
… ini­ti­ieren Kreise, in denen die Sinn- oder Gott-Suche unvor­ein­genom­men möglich ist.
4.2.2.2. Die Pfar­rer wer­den ihrem Leitungs­di­enst in den Gemein­den und kat­e­go­ri­alen Seel­sorge­bere­ichen dadurch gerecht, dass sie zur Feier der Eucharistie zusam­men­rufen und indem sie acht­en auf
… die spir­ituelle Dimen­sion aller Dien­ste
… das Ent­deck­en und Fördern der Charis­men und daraus fol­gend auf das Delegieren (meint Über­tra­gen von Auf­gaben­bere­ichen mit der dazu gehöri­gen Ver­ant­wor­tung und Kom­pe­tenz)
… die Vielfalt der Grup­pen und Men­schen in ihren Gemein­den und die Ein­heit in einem lebendi­gen Miteinan­der.
… die Schw­er­punk­te ihrer Arbeit, die nicht in admin­is­tra­tiv­en und anderen delegier­baren Bere­ichen liegen, son­dern in den Feldern die mit Fördern, Stärken, Begleit­en, in Beziehung Brin­gen zu beschreiben sind.
… die Tea­men­twick­lung und ?förderung, seien es Haupt?, Ehre­namtliche oder gemis­chte Teams und auf die Mitar­beit­er­förderung.
4.3. Zahl der Haup­tamtlichen Seelsorger/Innen
Bei ein­er Konzen­tra­tion auf diese Auf­gaben ergibt sich für die notwendi­ge Anzahl der haup­tamtlichen Seel­sorg­er­lin­nen in unser­er Stadt, dass der Ein­satz weit­er­er Mitar­beit­er nur dann sin­nvoll ist, wenn notwendi­ger­weise weit­ere pas­torale Felder bezüglich der genan­nten Haup­tauf­gaben zu erschließen sind. Dabei ist zu prüfen, inwieweit durch die Konzen­tra­tion auf die genan­nten Auf­gaben und einen Weg­fall son­stiger Tätigkeit­en bish­erige Ressourcen für neue Auf­gaben frei gemacht wer­den kön­nten. Dazu bedarf es genauer Analy­sen der Tätigkeit­en aller Haup­tamtlichen Seel­sorg­er­lin­nen.

III. Umset­zung, Weit­er­en­twick­lung und Ver­ant­wortlichkeit­en

Ein Leit­bild lebt von sein­er Umset­zung. Deshalb braucht es auf allen Ebe­nen immer wieder die Reflex­ion, das Über­prüfen des eige­nen Han­delns und die Frage, ob die selb­st gesteck­ten Ziele erre­icht wer­den. Aus diesem Beobacht­en und über­prüfen kön­nen neue wichtige Impulse entste­hen
Dieser Vor­gang wird Con­trol­ling genan­nt, was nicht die Kon­trolle im Sinne ein­er sank­tion­ieren­den Ober­prü­fung ist, son­dern vielmehr Hil­festel­lung (im Sinne von 11. 1.2.) für eine sin­nvolle und ziel­gerichtete Seel­sorgear­beit.
Für die Umset­zung der Leitlin­ien sind alle ver­ant­wortlich (vgl. 1. 1.). In Selb­stre­flex­ion ist es jedem möglich, die eigene Arbeit zu über­prüfen und kri­tisch im Hin­blick auf dieses Leit­bild zu reflek­tieren. Daneben muss es aber auch gemein­sames Reflek­tieren geben. Dazu wer­den deshalb auf allen Ebe­nen Struk­turen entwick­elt, damit diese Hil­festel­lung zum Tra­gen kom­men kann:
1. Stadtkirche
1.1. Stadtkirchenkom­mis­sion
Die Stadtkirchenkom­mis­sion beachtet bei ihren Entschei­dun­gen dieses Leit­bild und reflek­tiert mit dem Stadt­dekan die Umset­zung (vgl. Statut des Stadt­dekan: “Der Stadt­dekan hat die Auf­gabe, die pas­torale Tätigkeit Diöze­san­gren­zen über­greifend zu pla­nen, zu fördern und zu koor­dinieren.”).
1.2. Gemein­same Pas­toralkon­ferenz
Die gemein­same Pas­toralkon­ferenz ori­en­tiert und über­prüft ihr Pla­nen und Han­deln an diesen Leitlin­ien.
1.3. Katho­liken­rat
Der Katho­liken­rat beachtet bei sein­er Arbeit dieses Leit­bild, beobachtet in regelmäßi­gen Abstän­den die Umset­zung und bringt Anre­gun­gen und Vorschläge für die Umset­zung und die Weit­er­en­twick­lung ein.
1.4. Pas­torale Pla­nungs­gruppe (vgl. 11. 3.)
Die pas­torale Pla­nungs­gruppe nimmt sich der Über­prü­fung und Reflex­ion in beson­der­er Weise an und stellt den Entschei­dungsträgern und Gremien regelmäßig ihre Ergeb­nisse und ihre Sicht in Bezug auf die Umset­zung und Fortschrei­bung dieser Leitlin­ien vor.
2. Pas­toral­teams
2.1. Dien­st­ge­spräch
Das regelmäßig stat­tfind­ende Dien­st­ge­spräch zwis­chen allen Mitar­beit­ern und Mitar­bei­t­erin­nen in der Pas­toral ermöglicht die Aus­rich­tung der Pas­toral an diesem Leit­bild. Dazu muss es als Grund­lage zum Pla­nen und Han­deln herange­zo­gen wer­den.
2.2. Mitar­beit­erge­spräch
Darüber hin­aus kann das Mitar­beit­erge­spräch, d.h. die gemein­same Reflex­ion der Arbeit zwis­chen Mitarbeiterl?in und Vorge­set­ztem im Vier?Augen?Gespräch, die Arbeit­szufrieden­heit fördern und die Moti­va­tion und Zusam­me­nar­beit stärken.
3. Gemein­den und ver­gle­ich­bare Ein­rich­tun­gen in kat­e­go­ri­alen Seel­sorge­bere­ichen
Die Pfar­rge­mein­deräte als Pas­toral­räte tra­gen als zuständi­ge Gremien für die Zield­iskus­sion, ‑fes­tle­gung und ‑kon­trolle zur kri­tis­chen Reflex­ion bei. Diese Leitlin­ien geben dafür Ori­en­tierung und ermöglichen es, dass die Seel­sorg­er und Seel­sorg­erin­nen regelmäßig ihre Arbeit offen leg­en und im Pfar­rge­mein­der­at berat­en lassen.
Beglei­t­ende Unter­stützung bieten auch diöze­sane Ein­rich­tun­gen wie Gemein­de­ber­atung und Super­vi­sion, aber eben­so die Vis­i­ta­tio­nen durch die zuständi­gen Dekane.
In der Apos­telgeschichte wird berichtet, dass dem Apos­tel Paulus bei sein­er Ankun­ft in Korinth in ein­er nächtlichen Vision von Chris­tus gesagt wird: “Fürchte dich nicht: Rede nur, schweige nicht! … Viel Volk näm­lich gehört mir in dieser Stadt” (Apg 18,9f). Dieses Wort ist auch für die Kirche in Nürn­berg Ermu­ti­gung und Auf­trag.
Nürn­berg, 25. Okto­ber 2003 [Zeit­punkt der Unterze­ich­nung]

Für den Katho­liken­rat:
Dr. Gün­ther Heß, Vor­sitzen­der
Chris­t­ian Gärt­ner, Vor­sitzen­der
Für die Pas­toralkon­feren­zen: Hans Reeg
Dekan, Dekanat Nürn­berg Süd
Heinz Schweiger, Dekan, Dekanat Nürn­berg
Für die Katholis­che Stadtkirche:
Theo Kellerer, Stadt­dekan